Mai 2001

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Zurück zur Asservatenkammer

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Buchempfehlung für Mai 2001

 

Jean Claude Izzo „Solea", Unionsverlag

Am letzten Tag im April erschien der lang erwartete Roman der Marseille Trilogie.

Fabio Montale, Expolizist, Melancholiker und Jäger von Mördern und Mafiosi, Freund der kleinen Verlierer, sucht eine befreundete Journalistin, die umfangreich über die französische Mafia recherchiert hat.

Atemberaubend, traurig und voller Atmosphäre &endash; wie alle Izzo-Fans sich den nächsten Roman erhofft haben - übertrifft dieser letzte, noch schwärzere Kriminalroman alle Erwartungen. Beim Lesen hofft man, dieses Buch möge 1000 Seiten haben statt 212, denn der Abschied von Fabio Montale fällt schwer. Damit auch der Abschied von seiner Stadt Marseille.

 

Luis Sepulveda „Die Spur nach Feuerland", Verlag Schwarze Risse Rote Straße

Geschichte Juan Belmontes, 44jähriger chilenischer Ex-Guerillero. Arbeitet in Hamburg als Rausschmeißer auf der Reeperbahn. Seine Vergangenheit holt ihn ein als die Berliner Mauer fällt. Er wird erpresst. Er soll ein Vermögen wiederbeschaffen, das den Nazis vor 50 Jahren gestohlen wurde.

Der Chilene Sepulveda schreibt mit diesem Roman auch ein Stück deutscher Geschichte. Er lebte 10 Jahre in Berlin im Exil. Heute in Spanien.

 

„Tagebuch eines sentimentalen Killers", Hanser Verlag

Ein nur 82 Seiten langer Thriller vom selben Autor über den Killer und das Mädchen.

 

Karin Alvtegen, „Die Flüchtige" Wunderlich Verlag

Sibylla Forsenström, eine Tochter aus gutem Haus, ist mit 18 von zu Hause weggegangen und lebt seit 15 Jahren auf der Straße. In einem Schließfach hat sie ein Kostüm deponiert, das sie hervorholt, wenn sie wieder mal Sehnsucht nach einem guten Essen, einem Bad und einem Bett für die Nacht verspürt. So ausstaffiert geht sie in ein Luxushotel und sucht sich einen einsamen Geschäftsmann. Beim Flirt erzählt sie ihm dann von ihrem verlorenen Portmonnaie und bekommt so fast immer ein Abendessen und ein Zimmer gratis.

Doch dann wird der Mann, mit dem sie dieses Spiel zuletzt durchgezogen hat, ermordet in seinem Zimmer aufgefunden. Man erinnert sich an sie und von da an ist Sibylla auf der Flucht.

Mit ihrem ersten Roman hat Karin Alvtegen, die eine Großnichte Astrid Lindgrens ist, sogleich großes Interesse erregt; von der Presse wurde sie sogar mit Henning Mankell und Lisa Marklund verglichen.

 

Horst Eckert, Die Zwillingsfalle

Der Roman hat den Glauser-Preis 2001 erhalten. Zurecht. Es gilt diesmal nicht nur, einen sechsfachen Mord in einem Fitnesscenter aufzuklären; es gibt auch einen heißen Konkurrenzkampf um die Nachfolge des Dienststellenleiters im KK 11. Ela, die sich große Chancen ausrechnet, muß nicht nur in diesem schwierigen Fall zeigen, dass sie eine würdige Nachfolgerin wäre, sondern sich auch gegen die Intrigen der Kollegen wehren.

 

Außerdem von Horst Eckert: Annas Erbe, der mit dem Marlowe-Preis ausgezeichnete Krimi Aufgeputscht und Finstere Seelen.

 

 

Weitere Empfehlungen:

 

Don De Grazia: „American Skin". Roman in der linken Skin-Szene Amerikas.

 

Leon de Winter: „Sokolows Universum". Ein Straßenfeger in Tel Aviv- Alexander Iwanowitsch Sokolow &endash;Emigrant aus Russland und ehemaliger Raumfahrtforscher &endash; wird Zeuge eines Mordes.

So beginnt dieser wahnwitzige, spannende, literarische Krimi.

 

Patrick Conrad „Limousine", Thriller aus dem Flämischen

Ein Massenmörder in Antwerpen hat sich auf Pornostars spezialisiert.

Eine irrsinnige Geschichte, pervers, komisch und ein überraschendes Ende. Kein Buch für sensible Gemüter!

 

Und wer's nicht so hart mag und ein Faible für Andrea Camilleris Commissario Montalbano hat: Sein dritter Fall, „Der Dieb der süßen Dinge", ist gerade im Taschenbuch erschienen

 

 

Till Bastian

 

Dienstag 15. Mai 2001 20 Uhr

 

Till Bastian liest im „glatteis" aus seinen beiden neuesten Kriminalromanen „Sprung in die Tiefe" und „Die letzte Nacht",

verlag der criminale.

In diesen beiden Romanen begegnen wir Gebhard Otto wieder, dem Schwabinger Ex-Kommisar aus „Eine Hand im Park".

Diesmal erwartet ihn nach seinem Urlaub eine böse Überraschung. Nicht nur seine Wohnung wurde verwüstet, viel schlimmer, sein Nachfolger wird entführt.

Der dritte München Krimi von Till Bastian spielt natürlich wieder in Schwabing, in der letzten Nacht des Jahres 1998 . Eine spannende Sylvesternacht!

 

Da Gebhard Otto auch ein Liebhaber der italienischen Küche und des Rotweins ist und den apulischen Rotwein bevorzugt, lädt das „glatteis"-Team nach der Lesung zu einem Glas dieses gerühmten Weines ein.

 

 

Till Bastian, Arzt und Schriftsteller, hat sich nach vielen erfolgreichen Sachbüchern zu Friedensforschung, Psychologie und medizinischen Themen dem Kriminalroman zugewandt.

Zuletzt erschienen ist sein Kriminalroman zum Thema Umwelt--zerstörung: „Tödliches Klima", in dem es um die Wassser---resourcen geht.

 

Weitere lieferbare Titel des Autors: „Lebenskünstler leben länger" und „Niemandszeit. Deutsche Portraits zwischen Kriegsende und Neubeginn".

 

 

Wir bitten um telefonische Anmeldung: 089-2014844

Eintritt 10 DM

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