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die Kriminalbuchhandlung

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Buchbesprechungen und Lesungen im Februar 2003

 

Pietro Soria, Tod in Turin, Goldmann, Euro 8,90

Commissario Lupo, ein neuer Kommissar aus Italien, der zum Serienhelden werden könnte. Sein Name ist Lupo und ein einsamer Wolf ist er, wenn es um seine Arbeit geht, Teamarbeit liegt ihm nicht, was ihm seine Kollegen auch übel nehmen. Im Privatleben allerdings ist er ein wunderbarer Ehemann, Vater und auch Freund.

Soria hat in seinem Krimi Charaktere geschaffen, die man alle gerne wiedertreffen möchte.

Die Geschichte: Ein Mörder erschießt  in Abständen einen Menschen von einem Fenster aus; die Polizei kann keine Verbindung zwischen den einzelnen Opfern finden; die Stadt ist im Aufruhr und Commissario Lupo in Bedrängnis.

 

Andrea Isari, Römische Affären, Piper Euro 8,90

Und noch einmal Italien, dieses mal eine resolute Kommissarin in Rom. Leda Giallo ist ziemlich eigenwillig und schert sich nicht um Gardemaße. Am Ufer des Tiber wird die Leiche des Bankinspektors Gianpiero Puccio gefunden – es sieht aus wie Selbstmord, doch Leda Giallo glaubt nicht daran und stößt bei Ihren Ermittlungen auf  kriminelle Machenschaften und seltsame Verbindungen zwischen der Banca di Credito und dem Vatikan...

 

Suzanne Visser, Das japanische Rätsel, List, Euro 8,95

Immer wieder werden im Großraum Tokio kunstvoll zugerichtete Leichen gefunden – alles Nichtasiaten. Da die japanische Polizei im dunkeln tappt, kommt ein international zusammengestelltes Expertenteam nach Tokio, das sich des Falles annehmen soll. Die Kriminologen aus Amerika, Europa und Australien verfolgen die Spuren der Opfer und kämpfen mit der ungewohnten Umgebung. Die Unterschiede im Denken und Handeln machen die Aufgabe nicht leichter, doch gerade darin  liegt auch der Schlüssel für die Lösung.

»So klug ... so spannend wurde selten von Fremdheit und Integration erzählt.« <DIE ZEIT

 

Donald Westlake(alias Richard Stark), Der Freisteller, Knaur, 7,90 Euro

Burke Devore ist arbeitslos. Seine Probleme versucht er auf unkonventionelle Art zu lösen. Dieser Kriminalroman wird eher nicht in die Hitliste des Arbeitsamtes aufgenommen, denn er ist die Geschichte eines Verzweifelten und eines Rächers.

„Drei Schüsse; das war alles. Ich fuhr nach Hause, reinigte die Luger, ölte sie wieder, ersetze die drei fehlenden Patronen im Magazin, räumte Pistole und Magazin getrennt in die unterste Schublade meines Aktenschranks und rührte sie nicht mehr an, bis ich bereit war loszuziehen, um herauszufinden, ob ich tatsächlich einen gewissen Herbert Coleman Everly töten konnte. Dann holte ich sie hervor und steckte sie in meine Reisetasche. Und was ich noch einpackte, neben den üblichen Kleidern und Toilettenartikeln, war Mr. Everly Colemans Lebenslauf.“

 

 

Wolf Haas, Das ewige Leben, Hoffmann und Campe

„Neujahrswunder von Graz: Detektiv überlebt Kopfschuss!

Ein Totgeglaubter kehrt zurück. Gestern Vormittag erwachte Privatdetektiv Simon Brenner, 52 Jahre, in der Sigmund-Freud-Klinik, Puntigam-links, aus dem Koma. Drei Wochen zuvor hatte ihm der Prof. Hofstätter in einer spektakulären Operation einen Steckschuss aus dem Kopf entfernt.“ Aus: BRENNER NEWS, die Zeitung zum neuen Wolf-HaasRoman.

Leider, leider. Dies ist der letzte Fall des Detektivs Brenner. Ein Komiker des schwarzen Humors, und Wolf Haas` bester und brillantester Roman .

 

Wolf Haas zur Lesung in München:

Donnerstag, 27.2.2003 um 20 Uhr im Literaturhaus. Mitveranstalter: glatteis, die Kriminalbuchhandlung. Eintritt 7 Euro. Vorbestellung: Tel. 2014844

 

Robert Stone, Das Jerusalem Syndrom, DTV, 12,50 Euro

Im „Jerusalem Syndrom“ zerplatzen die letzten Träume, an die man, sofern man einen Glauben hat, noch glaubte, und für die ohne Glauben, zerplatzen sie sowieso. Robert Stone behandelt in diesem Thriller religiöse Auswüchse auf dem politischen Minenfeld Israel, dem Gazastreifen, und eben Jerusalem. Die Motivationen seiner Figuren entwickelt er dabei so eindringlich, dass der religiöse Wahn, der in das Land getragen wird, beim Lesen auch im Schlafzimmer Einzug hält. Nach der Lektüre sieht man die Nachrichten mit anderen Augen.

           

Deutscher Krimi Preis 2003

National:

  1. Platz : Friedrich Ani

Süden und der Straßenbahntrinker

Süden und das Geheimnis der Königin

Süden und die Frau mit dem harten Kleid (alle bei Knaur)

  1. Platz: Martin Suter, Ein perfekter Freund (Diogenes)
  2. Platz : Martin Birkefeld/Göran Hachemeister, Wer übrig bleibt hat     Recht.(Eichborn)

International:

  1. Platz: Robert Wilson, Tod in Lissabon (Goldmann)
  2. Platz: Ian Rankin, Puppenspiel+Verschlüsselte Wahrheit (Ullstein)
  3. Platz: Dennis Lehane, Spur der Wölfe (Ullstein)

 

Besondere Anerkennung spricht die Jury dem Distel Literaturverlag  für die Werkausgabe des französischen Autors Jean-Patrick Manchette aus.      

Herzlichen Glückwunsch vom glatteis-team!!!

 

100. Geburtstag von George Simenon am 13.2.2003

 

„Der wichtigste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“ Gabriel Garcia Marquez

Wir empfehlen an diesem Tag unsere Lieblingsbücher von Simenon.

 

Vorankündigung: 6.3.2003 Manuel Vázquez Montalbán und sein Verleger Viktor Niemann, Piper-Verlag. Gespräch, Lesung und Tapas.

18.3.2003 Alicia Giménez-Bartlett liest aus ihrem neuen Roman. In der Buchhandlung.

 

 

 

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