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Samstag, 25. 11. 2006 Chorprobensaal der Philharmonie 20.30 Uhr
Friedrich Ani, »Idylle der Hyänen« und Thomas Kastura »Der vierte Mörder«
In Zusammenarbeit mit dem Krimifestival München und den Verlagen Droemer Knaur und Zsolnay
Eintritt: € 10,-, ermäßigt € 8,50, VVK € 8,50 / 7,-, tel ab sofort: 089-54 81 81 51
Freitag, 1. 12. 2006 Black Box 19.00 Uhr
Hakan Nesser, »Die Fliege und die Ewigkeit«
Deutsche Lesung: Helmut Becker; Moderation: Knut Cordsen
Eintritt: € 12,-, ermäßigt € 10,50, VVK € 10,50 / 9,-, tel ab sofort: 54 81 81 51
Donnerstag, 26.10.2006, 19 Uhr im Restaurant Chinesicher Turm:
Michael Fitz liest Max Bronski: Sister Sox
Donnerstag, 16.11.2006, 19 Uhr im Restaurant Chinesicher Turm:
Michael Fitz liest Robert Hültner: Inspektor Cajetan
D.B. Blettenberg, Land der guten Hoffnung, Pendragon, 19,90
„Vor vielen Jahren wurde die Tochter eines reichen Hanseaten entführt. Die Geisel kam frei, doch Täter und Lösegeld tauchten nie wieder auf. Die Ermittlungsbehörden haben den Fall zu den Akten gelegt, aber der Vater des Opfers bleibt hartnäckig und engagiert über einen Mittelsmann Helm Tempow. »Ich suche und finde. Das ist mein Job. Früher oder später spüre ich sie alle auf!« So lautet das Credo des privaten Ermittlers. Er nimmt die Spur in Kapstadt auf. Aus Erfahrung konzentriert er sich darauf, die Entfernung zu dem Gesuchten Schritt für Schritt zu verkürzen und dabei jedes persönliche Gefühl auszuschalten - bis er auf eine »Frau ohne Schatten« trifft. Rena Carsten ist fest entschlossen, aus einem alten Trauma eine neue Hoffnung zu machen. Das passt zu Südafrika. Hier ist nicht alles Dunkle schwarz und nicht alles Helle weiß. Die Spur führt quer durchs Western Cape. Ein Landstrich, der klein genug ist, um jemanden aufzuspüren und groß genug, um sich aus dem Weg zu gehen. Doch Vergangenheit lässt sich nicht immer abschütteln, und Zukunft ist oft nur zu einem hohen Preis zu haben. Das gilt für Land und Leute - Afrikaner wie Deutsche. Spuren kreuzen und verlieren sich. Bis es nur noch einen einzigen verbleibenden Pfad zu verfolgen gilt: den zur endgültigen Konfrontation mit der Wahrheit.“(www.dbblettenberg.de)
D.B. Blettenberg hat in Asien, in Afrika, in Südamerika gelebt. Viele seiner Romanen spielen in diesen Ländern. Seine Erfahrungen mit Menschen, ihren Schicksalen und der Politik sind die Substanz seiner Thriller. Mit „Land der guten Hoffnung“ hat er seinen dichtesten und besten Roman vorgelegt.
Jörg Fauser, Schlangenmaul, Alexander, 19,50 Euro
Roman
Heinz Harder, 38 Jahre alt, Illustriertenschreiber ohne Job und pleite, gibt in Berlin eine Anzeige auf als "Bergungsexperte für außergewöhnliche Fälle". Der erste Auftrag kommt aus Hannover: Nora Schäfer-Scheunemann sucht ihre achtzehnjährige Tochter, die seit Monaten verschwunden ist. Sie verdächtigt ihren Ex-Mann Paul, Miriam entführt zu haben. Nun geht Harder auf Jagd. Sein Revier: das Berliner Milieu von schrägen Anwälten, korrupten Politikern und mysteriösen Sekten im Jahr 1984. Im Hintergrund steht Nora, die Exfrau eines Provinzpolitikers. Der Stoff des Romans ist aktuell wie gestern und heute, der Schauplatz ist historisch.
„Harder..bedient sich einer speziellen „Bergungstechnik“. Er ist ein liebenswerter Kauz aber er steht auf der Looser-Seite des Lebens. Seine Bergungstechnik ist nichts anderes als jene uralte sokratische Methode, die Hebammenkunst des Sokrates. Es ist die Kunst, aus dem Homo sapiens den ganzen Schleim und Dreck herauszuholen, der im Subjekt verborgen liegt und es daran hindert, richtig und das heißt: vernünftig und ethisch zu handeln. „Ich bringe Dinge in Bewegung“, sagt Harder von sich, „und Menschen“. Das stimmt.“
„Fausers Roman „Das Schlangemaul“ ist prallvoll mit Geschichte, und er ist eine gelungene Synthese von spannender Unterhaltungskunst und großer Literatur. Es ist ein schneller, pfiffiger Handlungsroman mit Krimi-Elementen, und es ist zugleich eine bitterböse Satire...“ (Lutz Hagestedt)
Antonio Dal Masetto, Blut und Spiel, Rotpunkt, 19,80 Euro
In dem ersten Roman „Noch eine Nacht“ jagt ein ganzes Dorf die Bankräuber. Nach anderthalb Jahren soll ein Dokumentarfilm über den Bankraub und die Verbrecherjagd gedreht werden. Die Harmonie der großen Dorffamilie ist dahin. Neid und Hass prägt die Stimmung der Dorfbewohner, ihre Intrigen und Spiele enden dramatisch. Ein hervorragender Krimi aus Argentinien.
Paulus Hochgatterer, Die Süße des Lebens, Deuticke Verlag, 19,90
Paulus Hochgatterer lebt als Kinderpsychiater und Schriftsteller in Wien. In allen seinen mit vielen Preisen ausgezeichneten - Büchern spielt die Psyche des Kindes bzw. Jugendlichen eine tragende Rolle. Nun hat der Arzt, der von sich selbst sagt, er habe ein Faible für Kriminalromane, einen psychologischen Thriller mit ganz eigenem Ton geschrieben und natürlich ist, neben Kriminalkommissar Ludwig Kovacs, die zweite Hauptfigur ein Kinderpsychiater.
Seit die siebenjährige Katharina ihren Großvater zermalmt im Schnee gefunden hat, spricht sie kein Wort mehr. Und während Dr. Raffael Horn die Behandlung des Mädchens übernimmt, kümmert sich Kommissar Kovacs um den Todesfall. Wer könnte diese grausame Tat begangen haben? War es ein nächtlicher Unfall oder doch die grausame Tat eines Mörders? Und wer unter den Bewohnern dieser Provinzstadt könnte den alten Mann derart gehasst haben?
Birkefeld & Gachmeister, Deutsche Meisterschaft, Eichborn 22,90
Die beiden Historiker haben wieder zugeschlagen. Ihr erster Kriminalroman »Wer übrig bleibt hat recht«, (mit dem sie 2003 den Glauser für das beste Debüt erhielten und Platz 3 beim Deutschen Krimipreis erreichten), spielt in Berlin während der letzten Kriegstage.
Der neue Roman fängt 1926 in München an; es geht um die erste Deutsche Motorradmeisterschaft, um die beiden Favoriten Falk von Dronte und Arno Lamprecht, und natürlich um Mord. Der eine kommt von dem Verdacht nicht los, seine Frau umgebracht und enthauptet zu haben, der andere wird von seiner Münchner Zeit bei den Freikorps eingeholt. Zusammen mit drei anderen haben sie 1923 einen Verräter erschossen und im Wald verscharrt. Nun ist die Leiche gefunden worden ohne Kopf, und es stellt sich die Frage, wer die Polizei an den Fundort geführt hat und wo der Kopf geblieben ist.