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glatteis rundbrief 74

Krimifestival und Lesetipps im März


Lesungen

Donnerstag, 12.3., 20.00 Uhr in der Buchhandlung
Val McDermid - DIESE LESUNG IST AUSVERKAUFT
Samstag, 21.3., 17.00 Uhr in der Buchhandlung
Andree Hesse stellt seinen dritten Roman vor: „Die Schwester im Jenseits“.
Moderation: Volker Isfort (Abendzeitung)
Eintritt: 6 Euro, Anmeldung unter: 201 48 44 oder info@glatteis-krimi.de
(Kurzbesprechung des Buchs s. unten)

Mittwoch, 25.3., 20.00 Uhr in der Buchhandlung
Jörg Juretzka liest aus seinem neuen Roman „Alles total groovy hier“.
(Kurzbesprechung des Buchs s. unten)

Donnerstag, 2. April, 20.00 Uhr in der Buchhandlung
Andrea Vanoni stellt ihren brandneuen Berlin-Krimi vor „Seelenruhig“.
(Kurzbesprechung des Buchs s. unten)


Val McDermid, Nacht unter Tag, Droemer, 19,95 €
Die Autorin hat eine neue Ermittlerin: DI Karen Pirie, Spezialistin für ungelöste Fälle.
Der neue Fall lässt die Polizistin fast an ihre Grenzen stoßen. Ein Mann wird nach über zwanzig Jahren als vermisst gemeldet. Piries Ermittlungen im schottischen Glenrothes stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Ähnlich ergeht es einer Journalistin, die über eine fast vergessene Entführung recherchiert. Bald landet auch dieser alte Fall auf Piries Schreibtisch – zusammen mit einem neuen Mord…
Val McDermid ist so gut wie seit langem nicht mehr.

Andree Hesse, Die Schwester im Jenseits, Wunderlich,
Das Jahr fängt für Hauptkommissar Arno Hennings gleich mit einem kaltblütigen Mord an. Ein junger Kurde, gerade aus dem Gefängnis entlassen, wurde ermordet. Die Polizei sucht den Mörder in der Drogenszene und unter den Rechtsradikalen. Als der Arzt El Tahir verschwindet, der den Ermordeten gut kannte, erkennt Arno Hennings, dass er seine Untersuchungen ausdehnen muss. Aber auch Hennings erkennt die Gefahr nicht, die von einer jungen Kurdin ausgeht. Sie weiß, wer El Tahir wirklich ist und sie will Rache.
Bereits seine beiden ersten Romane „Judaslohn“ und „Das andere Blut“ mit Arno Hennings haben die Krimifans überzeugt. Andree Hesse ist übrigens nicht nur Autor, sondern auch Übersetzer, z.B. von Simon Beckett.

Jörg Juretzka, Alles total groovy hier, Rotbuch,
Der Ruhrpott-Detektiv Kristof Kryszinski ist mit seinem Kumpel Scuzzi in Spanien unterwegs. Ihr Bikerclub will im sonnigen Süden eine Ranch aufmachen. Aber ihr Freund Schisser, der angeblich schon den passenden Ort gefunden hatte, ist mit dem Kaufpreis von 180 000 Euro verschwunden und nun sind sie auf der Suche nach ihm.
»Juetzka ist wahrscheinlich der witzigste, respektloseste und originellste Autor von Kriminalromanen seit – ja, seit wem eigentlich in Deutschland?« Welt am Sonntag

Andrea Vanoni, Seelenruhig, Heyne, 8,95 €
Wieder hat es Paula Zeisberg, Leiterin der neunten Mordkommission in Berlin, mit grausamen Morden zu tun. Die Opfer, immer junge Frauen, werden nach ihrem Tod grässlich zugerichtet und teilweise enthäutet. Die Kriminalhauptkommissarin ist entsetzt und ratlos. Wo soll sie den Täter suchen?
Bedrohlich und verstörend. Andrea Vanonis Romane sind Hochspannung vom Feinsten



Weitere Neuerscheinungen:

Jan Costin Wagner, Im Winter der Löwen, Eichborn, 17,95 €
Sie kennen Kimmo Joentaa noch nicht? Sein dritter Auftritt steht bevor. „Im Winter des Löwen“ heißt der neue Band der grandiosen Reihe um den stillen finnischen Ermittler nach „Eismond“ und „Das Schweigen“. Und wieder ist es ein Lesestück voller Trauer, voller Verzweiflung, voller Liebe und voller Zorn. Es gibt drei Opfer. Das erste: unbescholten, sympathisch, Gerichtsmediziner, tot. Das zweite: roh, unsensibel, Puppenmacher, tot. Das dritte: eitel, Fernsehmoderator, attackiert und verletzt.
Joentaas Vita, seine ganz persönliche Trauer, macht ihn als Einzigen empfänglich für die Motive des Täters. Nur er spürt den Quell der Wut, ahnt das Leiden. Beklemmend dann der Countdown bis zu dem Moment, in dem Joentaa den Namen des Täters nennt und erkennt. Großartig!

Markku Ropponen, Finnischer Mittsommer, Piper, 14,95 €
Wieder Finnland! Doch jetzt das Buch eines original finnischen Autors, kongenial übersetzt von Stefan Moster. Der hat sich schon mit seinen Übertragungen von Paasilinna, Tamminen und Raittila Lorbeeren verdient. Jetzt wieder! Ropponens Krimi sprüht von staubtrockenem finnischem Humor und Fabulierfreude. Man folgt Otto Kuhala, Ex-Polizist, jetzt Privatermittler, gern auf seinen teils grotesken Ausflügen in Sandgruben, Kioske, brennende Villen, auf Fähren, zum Joggen. Immer auf der Suche nach dem Mörder eines jungen Mädchens, dessen Riemchensandale ein zugelaufener, verhaltensgestörter Hund nicht mehr hergeben will. Und da ist noch Kriminalhauptmeister Antikainen, Kuhalas missgünstiger, aggressiver Widersacher, bei dem „die Gier nach Alkohol zwischen den Ohren mehr Platz in Anspruch nimmt, als der Arzt verschreibt“. Bleibt nichts mehr zu sagen als: Lesen!



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