Der aktuelle Rundbrief im September 2013: 

Liebe Krimifans,

Wir hoffen, Sie hatten einen schönen Lese-Sommer und freuen nun sich auf einen spannenden Lese-Herbst.
Bei glatteis auf jeden Fall fängt der schon aufregend an, am

Mittwoch, 18. 9. 2013, 20:00 Uhr in der Buchhandlung: 
Lesung und Gespräch. Die brasilianische Autorin
Ana Paula Maia stellt ihren Roman »Krieg der Bastarde« vor.

Moderation und Lesung des deutschen Textes:
Wanda Jakob, Übersetzerin des Roman

Amadeu wittert seine große Chance, als er eine Tasche voll Kokain aus dem Chefbüro einer Pornoproduktionsfirma entwendet. Er macht es zu Bargeld, um seine Geliebte, eine illegale Preisboxerin, von ihren Schulden zu befreien und mit ihr ein neues Leben zu beginnen. Den Erlös und einen Rest Kokain versteckt er unter den Dielen eines Dachbodens. Doch dann kommt alles anders, Amadeu wird überfahren 

Ana Paula Maia bedient sich in ihrem unterhaltsamen und packenden Roman eines schwindelerregenden Reservoirs an Situationskomik mit absurden Zufällen, einem Schmuck schluckenden, koksenden Chihuahua, mit Toten und zwielichtigen Gestalten, die sich ihren Lebensunterhalt mit Raub, Mord, kultigen Pornofilmen und Drogengeschäften verdienen.
»Krieg der Bastarde« widmet sich mit Witz, Härte und Melancholie den Verkommenen, Maßlosen und Abtrünnigen und führt den Leser in cineastischer Manier in die Halbwelt einer modernen brasilianischen Großstadt.

Ana Paula Maia,
geboren 1977 in Nova Iguaçu, einer Vorstadt Rio de Janeiros, hat als Jugendliche in einer Punkband gespielt. Während ihres Studiums der Publizistik begann sie neben Werbetexten auch Theaterstücke, Drehbücher und Romane zu schreiben. Eine ihrer Novellen gab sie in zwölf Folgen und mit dem Zusatz »Pulp-Feuilletons« selbst online heraus, weil sie davon ausging, damit keinen brasilianischen Verleger zu finden, der mutig genug wäre, sie zu veröffentlichen. Mittlerweile publiziert sie bei einem der größten Verlage Brasiliens. Ihr Roman »Krieg der Bastarde« wird in Brasilien verfilmt. Ana Paula Maia lebt in Rio.

Veranstalter: glatteis – die Kriminalbuchhandlung in Zusammenarbeit mit
Lusofonia e.V., Ministério da Cultura, Fundaço BIBLIOTECA NACIONAL
mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

 

Lesetipps:

Ankündigung:
In diesem Herbst startet diaphanes mit der neuen Reihe »Penser Pulp«. Herausgeber ist der Kritiker, Publizist, Literaturwissenschaftler und Krimi-Experte Thomas Wörtche.

Penser Pulp meint den Clash von ganz high zu ganz low, die Verbindung von Avantgarde und Pulp. Literatur und Sachbuch werden hier außerhalb von Genregrenzen und strikten Warengruppen gedacht. Fiction und Non-Fiction treten gleichberechtigt auf – Essay und Erzählung, Sachbuch und Roman, Comic und Analyse, Deutschsprachiges und Internationales und vieles Nichtvorhersehbare mehr.

Die ersten Bücher sind »Unter dem Auge Gottes« von Jerome Charyn und »Der Marodeur von Oxford« von Gary Dexter. Beide werden im September erscheinen und sind programmatisch für die Reihe, die im Frühjahr 2014 mit weiteren Titeln fortgesetzt wird.

Damit präsentiert die Reihe zum Auftakt einen durchgedrehten Hardboiler aus New York City, eine böse Halluzination über Macht und Verbrechen von einem der wichtigsten Innovatoren der Kriminalliteratur, und einen viktorianischen Krimi, ein zugleich komischer und lustvoller Trip in die Psychopathia sexualis, gegen die sich die simplen Verbrecherjagden von Sherlock Holmes durchsichtig und eindimensional ausnehmen." 

… und der 1. Titel ist auch schon im Laden:

Jerome Charyn »Unter dem Auge Gottes« – 16,95 Euro
Mit Isaac Sidel und seiner Glock sehen wir die Welt anders Penser Pulp pur! 

Good news: Isaac Sidel ist wieder da! Seit 1974 steigt der Cop aus der Bronx umso höher, je krimineller und mörderischer er agiert und je besser er als Mensch ist. Er ist inzwischen Vizepräsident der Vereinigten Staaten und muss dennoch New York City vor dem Zugriff gieriger Politicos beschützen. Mit Hilfe von Verbindungen, die tief in die Geschichte der jüdischen Mafia zurückreichen und auch wenn er dazu raus muss aus dem Big Apple und dem mythischen Hotel Astonia. Ausgerechnet nach Texas. Jerome Charyn „ist einer unserer wagemutigsten und interessantesten Schriftsteller“, weiß die New York Times schon lange. In seinem breiten Oeuvre nehmen die Sidel-Romane einen wichtigen Platz ein und gehören zu den „Großereignissen der zeitgenössischen Literatur. Sie sind harte Kriminalliteratur, urbane Mythomanien, metropole Visionen, realistische Alpträume und bewusstseinsverändernde Literatur.“

Außerdem: 

Adrian McKinty »Der katholische Bulle« – Suhrkamp, 19,95 Euro
Detective Sergeant Sean Duffy ist wahrscheinlich der einzige katholische Bulle in ganz Nordirland, denn es ist 1981, und »katholisch sein« steht vor allem für eins: IRA. Unter den Kollegen in Carrickfergus, einem Vorort von Belfast, wohin er nach seiner Beförderung gerade erst versetzt wurde, muss sich der junge Polizist sein Ansehen erkämpfen. Entlang der Frontlinien ermittelt Duffy in zwei Mordfällen, hinter denen ein Serienkiller zu stecken scheint. Eines der Opfer stand in Verbindung mit den höchsten IRA-Kreisen, wo Duffy auf eine Mauer des Schweigens trifft, da jeder, der den Mund aufmacht, mit dem Schlimmsten rechnen muss.
Hart und authentisch. Der Autor erinnert an die schlimmste Zeit des Konflikts in Nordirland.

Marc-Oliver Bischoff »Die Voliere« – grafit, 11,99 Euro
Der erste Roman des Autors, »Tödliche Therapie«, hat den Glauser-Debütpreis gewonnen. Und auch der zweite Krimi enttäuscht die Leser nicht. Nachdem der Europäische Gerichtshof die lebenslange Sicherungsverwahrung infrage gestellt bzw. abgeschafft hat, sollen drei Schwerverbrecher in Freiheit entlassen werden. Die drei Täter ahnen die Reaktion der Menschen und sehen ihrer Freilassung mit Angst entgegen. Und auch die Bewohner des Dorfes, in dessen Nähe sie untergebracht werden, haben ihr Urteil schon gefällt, noch bevor sie einen von ihnen zu Gesicht bekommen haben. Großartig, wie der Autor diese drei Gewalttäter beschreibt (eigentlich sind es ja nur zwei, der eine ist „nur“ein Heiratsschwindler). Ohne es zu wollen zieht man mit ihnen in das Haus am Wald außerhalb des kleinen Ortes ein und verfolgt angespannt, wie die Dinge sich entwickeln.

 

Vorschau auf die weiteren Herbst-Lesungen:

Montag, 28.10.2013
Kristina Ohlsson »Sterntaler«
 
Die schwedische Autorin stellt ihren neuen Krimi  vor.

Mittwoch, 20.11.2013
Noch einmal Brasilien mit
Edney Silvestre »Der letzte Tag der Unschuld«

Und zum Abschluss des Jahres:
Donnerstag, 12.12.2013
Georg Haderer »Es wird Tote geben«

Weitere Informationen folgen.

Angenehm aufregende Unterhaltung mit spannendem Lesestoff wünscht Ihnen wie immer

Ihr glatteis-Team

Wir freuen uns stets auf Ihren Besuch.

Wenn Sie aber mal keine Zeit haben selbst in die Buchhandlung zu kommen, bestellen Sie einfach Ihre Bücher per E-Mail oder gleich über »Buchbestellungen« oder »Kontakt«. (Wir senden Ihnen innerhalb Deutschlands die Bücher portofrei zu.)