Der aktuelle Rundbrief im April 2014

Liebe Krimifans,

wie steht's mit spannender Krimiliteratur fürs Osternest?
Dieses Frühjahr hat uns nicht nur früh mit Sonnentagen erfreut, sondern auch wieder viele lesenswerte Krimis beschert.
Und dies sind die

Favoriten von glatteis:

Maurizio De Giovanni »Das Krokodil,« – Kindler, 19,95 Euro
Inspektor Lojacono wurde von Sizilien nach Neapel strafversetzt – angeblich hat der erfolgreiche Ermittler Tipps an die Mafia weitergegeben. Nun sitzt er tatenlos und unglücklich in seinem Büro in Neapel und ist zum Nichtstun verpflichtet - Innendienst und zwischendurch nächtlicher Bereitschaftsdienst. Und ausgerechnet da wird er zu einem Mord an einem jungen Mädchen gerufen – und natürlich entdeckt er ein Detail, das den anderen entgangen wäre. Aber er darf offiziell ja nicht ermitteln…
Ein langsamer atmosphärischer Kriminalroman, bei dem von Seite zu Seite die Spannung steigt.

Bernhard Aichner »Totenfrau« – btb, 19,99 Euro
Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, sie trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden.
Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt, dass fünf einflussreiche Menschen seinen Tod wollten. 
Und nun sucht sie Rache. Sie will wissen, was passiert, warum Mark sterben musste. Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos. Dass sie die Kraft dazu aufbringt, hat seinen Grund und  liegt viele Jahre zurück.
Ein gnadenloser Pageturner!

Eoin Colfer »Hinterher ist man immer tot« – List, 14,99 Euro
Der Autor unterhält seine Leser ebenso spannend wie amüsant:
Daniel McEvoy, ein irischer Gangster mit Haarimplantat, hat ein Problem. Der Mob will ihn tot. Die Polizei will ihn tot. Dabei will der Exsoldat und frischgebackene Clubbesitzer doch nur gemütlich mit seiner neuen Freundin auf dem Sofa sitzen. Doch sein alter Erzfeind Mike hat noch eine Rechnung offen mit ihm. Dan soll ein gefährliches Paket an jemand ganz Üblen abliefern. Notgedrungen lässt er sich darauf ein. Da wird er entführt. Aus ihm völlig unerfindlichen Gründen ist er plötzlich in einem Auto auf dem Grund des Hudsons und muss auch noch die Sprachfehler und grammatikalischen Schnitzer seiner Verfolger ertragen. Aber ein Feingeist wie er ist Kummer gewohnt. Nur gut, dass ihm die neutransplantierten Haare nicht abgefackelt wurden. Als sich dann auch noch seine glamouröse Stiefoma in die Jagd auf ihn einschaltet, muss Dan erkennen, dass die Familie die tödlichste Bedrohung von allen darstellt.

Des weiteren noch zwei außerordentliche glatteis-Empfehlungen:

Friedrich Ani, »Die unterirdische Sonne« – cbt, 16,99 Euro
Der Autor hat einen Jugendroman geschrieben (ab 16), den Erwachsene nicht weniger gern lesen werden.
Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren.
Friedrich Ani erzählt in seiner unnachahmlichen Art eine dunkle Geschichte, die zeigt, dass es auch in den hoffnungslosesten Momenten Licht geben kann und dass es sich immer lohnt zu kämpfen.

Und gleich noch einmal Ani – ganz anders:

Friedrich Ani, »Unterhaltung. Geschichten.« – Droemer, 18 Euro
Wer den Sonntagabend manchmal im Vereinsheim in der Occamstraße verbringt, kennt wahrscheinlich einige dieser Geschichten, denn dort liest der Autor gelegentlich (Schwabinger Schaumschläger). Nun hat Ani den Bitten seiner Fans endlich nachgegeben und sie auch als Buch herausgebracht.
Wer hätte gedacht, dass in diesem Autor so ein komödiantisches Talent steckt!
Einfach lesen, lachen, sich amüsieren und zwischendurch bei einer Bosheit kurz zusammenzucken.

Veranstaltungs-Tipps:

Zu guter Letzt noch zwei Hinweise zu Lesungen, bei denen glatteis mit großer Freude den Büchertisch betreuen wird:

Dienstag, 8. April, 18:00 Uhr 
Juristische Bibliothek
(Rathaus, Eingang Pforte beim Fischbrunnen).
Eintritt 8 Euro, Anmeldung erbeten unter: 089 - 233 92 709

Ina Jung und Christoph Lemmer lesen aus:
»Der Fall Peggy – Geschichte eines Skandals«

Handelt es sich beim Urteil des Landgerichts Hof im Fall Peggy um einen Justizirrtum oder um Vorsatz? Diese brisante Frage stellen die beiden Autoren in ihrem Buch. Ina Jung und Christoph Lemmer präsentieren darin die Ergebnisse ihrer Recherchen, die den Verdacht erhärten, dass Ulvi Kulac seit Jahren unschuldig im Gefängnis sitzt.

Donnerstag, 10. April, 20:00 Uhr
Literaturhaus München,
Salvatorplatz 1 (U-Bahn Odeonsplatz U 4/5, U 3/6)
Eintritt: 10 bzw. 8 Euro, Anmeldung: 089-291934-27
»Die Wahrheit und andere Lügen«
Lesung mit  Sascha Arango, und Max Moor

Henry ist ein erfolgreicher Schriftsteller, elegant, großzügig – und sehr gefährlich. Denn Henry ist ein skrupelloser Hochstapler, der sich ein überaus angenehmes Leben geschaffen hat. Fatalerweise wird seine Geliebte von ihm schwanger, nun müsste er seiner Frau alles erzählen. Aber muss er ihr wirklich alles sagen? Das würde seine Existenz vernichten. Wäre es nicht einfacher, die Geliebte aus dem Weg zu räumen?
Ein wunderbares Lesevergnügen! – auch zum Selberlesen.

Und im Juni wird es auch wieder eine Lesung bei glatteis in der Buchhandlung geben: Martin Arz kommt. Näheres dazu im Mai-Rundbrief.

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