Der aktuelle Rundbrief im November 2014

Liebe Krimifans,

Es ist Herbst geworden und die fallenden Blätter der Bäume animieren uns zum Kalauern, zum Blättern, vor allem zum Lesen in Büchern. Und zum Zuhören gibt es auch wieder eine Lesung bei uns:

Samstag, 22. November 2014, 18:00Uhr
liest in der Buchhandlung
Christiane Fux
aus ihrem dritten Krimi
»Unter dem Elbsand«
mit dem sympathischen Bestatter Theo Matthies.
In einem Wilhelmsburger Schrebergarten finden Kinder beim Spielen das Skelett einer jungen Frau. Die namenlose Tote gibt der Polizei Rätsel auf und landet schließlich bei Theo Matthies. Dem Bestatter kommt schon bald der Verdacht, dass es sich bei der Verstorbenen um die Schwester seines Vaters handeln könnte, die seit der Hamburger Sturmflut 1962 als verschollen gilt. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, und stößt auf ein über fünfzig Jahre zurückliegendes tödliches Geheimnis, das tief im Elbsand vergaben war.

Eintritt 7 Euro.
Anmeldung unter Tel. 201 48 44 oder info@glatteis-krimi.deinfo@glatteis-krimi.de


Vorschau auf den Dezember:


Montag, 8. Dezember 2014, 19:30Uhr
veranstaltet in der Buchhandlung
Das Syndikat
(die Vereinigung der deutschsprachigen Krimischriftsteller) eine Lesung der anderen Art zum Glauser-Krimi-Tag.
Fünf Autoren stellen ihre Kommissar/Innen vor
und geben Lesekostproben.

Näheres dazu im nächsten Rundbrief.

Der Eintritt von 8 Euro wird einem sozialen Projekt gespendet.
Anmeldung unter Tel. 201 48 44 oder info@glatteis-krimi.de


...und wie immer der
glatteis
-Lesetipps:

James Lee Burke »Regengötter« – Heyne, 16,99 Euro
Der König der amerikanischen Kriminalliteratur ist zurück!

„Ich bin hinter der alten Kirche in Chapala Crossing und habe gerade neun Leichen gefunden, die hier begraben wurden. Alles Frauen. Benachrichtigen Sie bitte das FBI und rufen Sie auch die Kollegen vom Brewster County und vom Terrell County an. Die sollen Unterstützung schicken.“
Auf den Hinweis eines anonymen Anrufers hin, gräbt Sheriff Hackberry Holland hinter einer verlassenen Kirche die Leichen von neun Frauen aus, notdürftig mit einem Bulldozer plattgewalzt. Es handelt sich dem Anschein nach um illegale Einwanderer aus Asien, die in Texas nahe der mexikanischen Grenze als Prostituierte arbeiteten. Bei der Suche nach dem Anrufer gerät Holland mit Isaac Clawson von der Einwanderungs- und Zollfahndungsbehörde ICE aneinander. Nach dem Mord an seiner Tochter ist er auf seinem eigenen Rachefeldzug. Bevor sie den einzigen Tatzeugen, Pete Flores, und dessen Freundin Vikki Gaddis ausfindig machen können, befinden sich diese bereits auf der Flucht vor den eigentlichen Drahtziehern, zu denen Jack Collins genannt Preacher zählt, ein Psychopath, dem man besser nicht zu nahe kommt.

Die deutschen Leser kennen vor allem seinen Dave Robicheaux, der Expolizist, der in den Südstaaten ermittelt. Jetzt gilt es Hackberry Holland zu entdecken, denn dieser Roman ist ein Hammer!
Das Svenska Dagbladet schreibt darüber: »Pures Lesevergnügen. Spannend, humorvoll und teuflisch gerissen.«


Christian von Ditfurth »Heldenfabrik«
– Carl’s Books, 14,90 Euro

Dies ist der Start einer neuen Thriller-Serie mit Hauptkommissar Eugen de Bodt.
Ein Mordanschlag während einer Vorstandssitzung  eines Berliner Chemiekonzerns. Die Täter hinterlassen nichts außer den Kugeln ihrer Maschinenpistolen in den Leichen ihrer Opfer. Hauptkommissar Eugen de Bodt steht vor einem unlösbaren Fall. So scheint es jedenfalls, zumal ihm seine Vorgesetzten und geheimnisvolle Feinde von Anfang an Knüppel zwischen die Beine werfen. Verlassen kann er sich nur auf seine Mitarbeiter: Silvia Salinger, die ihn stärker anzieht, als es seiner Ehe gut tut, und Ali Yussuf, den blonden Türken, der unter der Zappelphilippkrankheit ADHS leidet.

Mit einer coolen Mischung aus amerikanischer Härte und französischem Esprit schuf Bestsellerautor Christian v. Ditfurth einen atemlosen Thriller.


Franzobel »Wiener Wunder«
– Zsolnay, 17,90 Euro
Der schnellste Mann Österreich stürzt aus dem Fenster - ein Fall für Kommissar Groschen. Das Krimidebüt von Franzobel!
Anonyme E-Mails bringen Falt Groschen, 45, Kommissar im Morddezernat der Wiener Polizei, üblicherweise nicht mehr aus der Ruhe. Erst als er erfährt, dass der Sportler und 400-Meter-Rekordhalter Edgar Wenninger wirklich in den Tod gestürzt ist, beginnt er zu ermitteln. Noch am Tatort erscheint der zwielichtige Doping-Fahnder Hanns Hallux. Groschen scheucht korrupte Sportartikelvertreter auf und den windigen Journalisten Walter Maria Schmierer; Wenningers Frau Marion übt mit dessen ehemaligem Trainer nicht nur für den Triathlon, und Wenningers Manager taucht unter. Als auch er tot aufgefunden wird, nimmt der Fall eine verblüffende Wendung.

Krimis aus Österreich sind anders – erklären kann man das nicht, man muss sie lesen und dann mag man sie – oder nicht.  


Und zum Schluss eine Empfehlung einer glatteis-Kundin:

Ilja Alrecht »Sibirischer Winter«
– blanvalet TB, 8,99 Euro
»Ein brutaler Mord an einem etwas dubiosen Industriellen, dessen Beziehungen offenbar in die höchsten politischen Kreise reichen, soll unter politisch vorgegebenen Voraussetzungen aufgeklärt werden. Das Ermittlerduo besteht aus dem Einzelgänger Kiran Mendelsohn, der einerseits gewisse James-Bond-Qualitäten hat, andererseits sehr dem ehrwürdigen japanischen Aikido-Lebensstil zugetan ist. An seiner Seite ermittelt der jüngere Kollege Bolko Blohm, der weniger verschroben scheint, aber dafür öfter auf die Nase fällt. Zwei weitere Figuren stehen im Vordergrund: Die Leiterin der Ermittlergruppe, die mich an M aus James-Bond-Filmen erinnert, und eine taffe Staatsanwältin, die Kirans langjährige (noch) platonische enge Freundin ist.
Die Hauptfigur Kiran Mendelsohn trägt ein Geheimnis, das sich in kleinen Happen vor dem Leser entfaltet. Der besondere Reiz für mich liegt darin, dass die Ermittlungen die Rivalität unterschiedlicher Ermittlungsbereiche widerspiegeln: Das BKA steht gegen den BND, der in die Sache verstrickt ist. Zu allem Überfluss gibt es einen Maulwurf in den eigenen Reihen der Ermittlergruppe. Zudem kooperieren die Ermittler „gezwungenermaßen freiwillig“ mit einem russischen Mafiapaten.
Alles in allem ein Krimi mit klassischen „Whodunit“-Momenten und Elementen eines politischen Thrillers.
Ein, wie ich finde, sehr lesenswerter Erstling. Beim Lektorat sind kleine Schwächen erkennbar. Mir gefällt dabei besonders der etwas lakonische Stil von Ilja Albrecht. Außerdem mag ich, dass der Protagonist trotz seiner James-Bond-Artigkeit Schwächen und Selbstzweifel zeigt.«
Spannend und rund geschrieben.

 

Stets freut sich auf Ihren Besuch bei uns,
mit freundlichen Grüßen
Ihr glatteis-Team

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