Der aktuelle Rundbrief im Oktober 2016:

Liebe Krimifans,
ebenso vielseitig wie sich die Blätter an den Bäumen färben, präsentiert sich das herbstliche Krimiangebot in unserer Buchhandlung: von knallig-bunt und schrill bis dunkel und tiefgründig.

Die aktuelle Veranstaltung:

Dienstag, 25. Oktober – Krimi im Foyer
Volkstheater München,

Folge 4 – Lesung, Gespräch und Musik.
Max Bronski stellte im Gespräch mit Friedrich Ani seinen neuen Gossec vor:
»Der Pygmäe von Obergiesing«.
Musik: Landy Landinger und Schorsch Hampel
Eintritt 12 Euro/erm. 8,50 Euro, Karten unter Tel 089 - 523 46 55

Neuerscheinungen:

Carl-Johan Vallgren »Schweine« – Heyne, 99 Euro

Der zweite Fall mit Danny Katz und Staatsanwältin Eva Westin.
Katz, der erneut im Drogensumpf zu versinken droht, ist auf der Suche nach der Freundin eines alten Kumpels, der ihm einst das Leben gerettet hat. Doch Jenny scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Die Ermittlungen laufen ins Leere. Bis Danny Katz eine Spur auftut, die ihn in ein abgelegenes Sommerhaus führt. Hier wird er Zeuge eines abscheulichen Verbrechens. Katz setzt alles daran, die Täter auszuschalten.
„Brutal und rabenschwarz. Eine fast schmerzhafte Lektüre.“ (Göteborgs-Posten)

Franz Dobler »Ein Schlag ins Gesicht« – Tropen 19,95 Euro

Robert Fallner ist ziemlich am Ende. Seinen Job als Kriminalhauptkommissar ist er endgültig los. Seine Frau wohl auch. Zeit für einen Neuanfang, den ihm ausgerechnet sein Bruder, selbst Ex-Bulle und Privatermittler, ermöglicht. Er drängt ihm einen speziellen Fall in seiner Sicherheitsfirma auf: Den Stalker einer bekannten Schauspielerin zu stellen, von dem keiner glaubt, dass es ihn gibt.
„Doblers Sprache ist maximal ungemütlich, sie hartgesotten und nicht jugendfrei zu nennen, wäre stark untertrieben.“(Jürgen Kaube, FAZ)

Ein begeisterter Tipp von einer glatteis-Kundin:
Gregor Weber »Asphaltseele« – Heyne Hard Core  14,99 Euro


„Säuft, qualmt, schießt und tötet – aber hat ein Herz aus Gold.
Nein, man muss diesen Bullen nicht mögen, aber man darf. Ich mag diese ehrliche Asphaltseele! Unterhaltung der Oberklasse.
Der Verlag schreibt: »Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.«
Der Autor (und SB-Tatortdarsteller) Gregor Weber ist kein Unbekannter (obwohl ich ihn zuvor nicht kannte):
Geboren 1968 in Saarbrücken, floh Gregor Weber nach dem Abitur zur Marine. Danach Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Es folgten zwanzig Jahre als Schauspieler, unter anderem im saarländischen »Tatort«. Zudem war Weber Feldwebel der Reserve in Afghanistan und absolvierte eine Ausbildung zum Koch. Über den zweiten Beruf fand er im dritten seine Berufung: Sein Sachbuch »Kochen ist Krieg!« gab den Anstoß zu einer neuen Laufbahn als Autor. (Verlag)
»Sie müssen diesen Bullen nicht mögen – aber Ruben Rubeck ist einer von den Guten!« Sagt der Buchrücken. Nein, man muss ihn nicht mögen. Man tut es aber. Ruben Rubeck – Zitat »Mein Vater war’n bisschen komisch« – säuft wirklich viel, reihert sich danach die Seele aus'm Leib und raucht filterlos die Stärksten, die es legal noch gibt. Und schön ist er auch nicht. Wenn sein Hormonlevel nach Normalisierung schreit, geht er zu einer Nutte. Aber immer zur gleichen, die er richtig gern hat (sie ihn auch) und mit der sein Verhältnis aus ihm selbst unerfindlichen Grund bei Freier-Hure geblieben ist. Ruben Rubeck lässt fünfe gerade sein und ist über die Schmerzgrenze raus ehrlich, vor allem zu sich selbst. Er ist geraderaus und unverblümt. Wobei – er ist gar nicht der Quasseltyp. Nur so im Kopf, quasi mit sich selbst. Und man spürt einfach sein Herz aus Gold. Außerdem hat Ruben Rubeck Humor, einen sauguten Humor!
Mit Ruben Rubeck ist Gregor Weber eine wunderbare Figur gelungen, der er als Tüpferl aufm i auch noch eine wunderbar eigene Erzählstimme gibt. Ruben spricht den Leser nicht direkt an, lässt ihn aber ihn aber Mäuschen bei seinen Selbstgesprächen spielen. Allein das gelingt Gregor Weber ganz fantastisch.
Zwar weiß ich nicht, ob von Ruben Rubeck mehr kommen wird, ich würde es allerdings sehr begrüßen. Ganz persönlich: Ich hatte Heyne Hardcore nach drei mauen Versuchen schon abgeschrieben. Bis ich Ruben Rubeck getroffen habe.
Unbedingte Leseempfehlung für alle, die’s handfest wollen statt einem Blümchen-Thriller.

Top-Thriller! Kantig-einmalig!
Lieblingsstellen:
S. 18: Ich bin kein besonders guter Bulle. Bin nicht übermäßig fit. Aber ich kann echt gut schießen.
S. 215: Sie umarmte mich. Lange. Und dann bekam ich einen Kuss. Einen sehr besonderen Kuss. So einen hatte ich zuletzt von meiner Frau bekommen. Als sie meine Ex-Frau wurde.
S. 217/218: … Schon gut. Würdest du für mich auch machen. Oder? – Für dich? Nein. Wieso? – Kurz danach kam eine SMS. Würdste doch, Alter. Wenn ich der Typ wäre, der heult, dann wäre es jetzt zu weit.“

Marion Solowski

 

Weitere Neuerscheinungen:

Nele Neuhaus »Im Wald« – Ullstein, 19,99 Euro
Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in ihrem 8. Fall.
Simon Beckett »Totenfang« – Wunderlich, 22,95 Euro
Sagen Sie auch wie so viele: Endlich ist Hunter wieder ?
Gisa Klönne »Die Toten, die dich suchen« – Pendo, 20 Euro
Und auch auf einen neuen Fall von Judith Krieger mussten ihre Fans lange warten.
Tod Goldberg »Gangsterland« – C. Bertelsmann, 14,99 Euro
Manche mögen’s mit Witz? Dann sind Sie hier richtig. Ein großartig origineller Mafia-Roman
Der Autor Lee Child sagt dazu: „Scharf wie ein Rasiermesser. Nur viel komischer.“

Vorschau auf kommende Veranstaltungen bei glatteis:

Samstag, 26. November, 18:00 Uhr
Lesung mit Martin Calsow.
Der Autor liest aus seinen beiden Krimi-Serien, die sicher einige von Ihnen bereits kennen.
Zum einen aus der erfolgreichen Tegernsee-Serie mit Kommissar Quercher,
zum anderen aus seiner neuen Serien mit dem BKA-Ermittler Andreas Atlas, der sich nach einem Einsatz in der mexikanischen Drogenszene in seinem Heimatort am Rande des Teutoburger Walds versteckt (und eigentlich aussteigen und abhauen will, wenn nur…)
Calsow hat im Frühjahr bereits in der Stadtbibliothek Moosach gelesen, und es hat sich als fabelhafter Entertainer herausgestellt. Wir freuen uns sehr auf ihn.

Im Dezember (voraussichtlich am 16. bzw. 17.12.) wird es wieder eine
glatteis-Xmas-Revue mit Harry Kämmerer and Friends geben – wie immer eine unterhaltsame Lesung und viel Musik.

 

Wir freuen uns stets auf Ihren Besuch
und sind überzeugt, Ihnen unterhaltsame Lektüre für die nun längeren Abende anbieten zu können,
Ihr glatteis-Team

... und wenn die Zeit mal zu knapp ist, um in die Buchhandlung zu kommen: Sie können jederzeit jedes Buch auch online bestellen: bei www.glatteis-krimi.de klicken Sie einfach auf den Button und wählen, ob Sie das Buch zugeschickt haben
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