Der aktuelle Rundbrief im Januar 2016:

Liebe Krimifans,

Kaum sind die Gläser mit dem Perlwein geleert, die letzten Kracher der Silvesternacht verhallt, da sind wir schon wieder voll drinnen im neuen Jahr – Sie auch? Die Nachrichten in den Medien sind nicht besser geworden, aber unsere Vorsätze sind wie immer gut. Und nur zwischen zwei Buchdeckeln darf und soll das kriminelle Geschehen weiter gehen...

Und das sind die besten 10 Krimis des Jahres 2015
– nach Meinung der KrimiZeit Bestenliste:

1   Merle Kröger »Havarie« – Ariadne bei Argument, 256 S., 15,00 EUR
Mittelmeer, das Mare Nostrum. Eine Beinahe-Kollision: Unten ohne Sprit das Schlauchboot der algerischen Flüchtlinge, oben auf der „Spirit of Europe“ das Spektakel knipsende Kreuzfahrtgäste. „Festung Europa“ als Schurke, Wimmelbild der Migration, Roman der Stunde.
2   Friedrich Ani »Der namenlose Tag« – Suhrkamp, 302 S., 19,95 EUR
München. Friedrich Anis neuer Ermittler: Jakob Franck, pensionierter Kommissar. Vor 20 Jahren hielt er stundenlang eine Mutter im Arm, deren Tochter sich erhängt hatte. Jetzt soll er denjenigen suchen, der sie in den Tod getrieben hat. Und findet Menschen, die nicht „leben gehen“ konnten. Kriminalroman ergründet Suizide. Außerordentlich.
3   Fred Vargas »Das barmherzige Fallbeil«
– Aus dem Französischen von Waltraud Schwarze. Limes, 512 S., 19,99 EUR
Paris, Island. Bei den Leichen vorgeblicher Selbstmörder entdeckt Kommissar Adamsbergs Brigade die Zeichnung einer
Guillotine, Hinweis auf einen Geheimbund von Robespierre- und Revolutionsdarstellern. Doch Adamsberg zieht es zum Polarkreis. „Die Revolution frisst ihre Kinder“ in der arktischen Version, made by Fred Vargas.
4   James Lee Burke »Glut und Asche«
– Aus dem Englischen von Daniel Müller. Heyne, 696 S., 17,99 EUR
Westtexas. Sheriff Hackberry Holland zum zweiten: Grandiose Steigerung der Regengötter. Der Kampf zwischen dem alten
Sheriff und dem Soziopathen Preacher gewinnt metaphysische Dimension im glühenden, dorrenden Grenzland. Epos um
Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Leiden und Gewalt. Kein Gramm sentimental.
5   William McIlvanney »Fremde Treue«
– Aus dem Englischen von Conny Lösch. Kunstmann, 352 S., 19,95 EUR
Glasgow, Ayrshire. Laidlaws Bruder ist betrunken vors Auto gerannt. Der DI nimmt eine Auszeit, um zu trauern und zu forschen, was mit ihm, der Familie und Schottland los ist.
Selbsttäuschung, Heuchelei, unlösbareVerpflichtungen. McIlvanneys Laidlaw-Trilogie: Landmarke europäischer Kriminalliteratur.
6   Antonio Ortuño »Die Verbrannten«
– Aus dem Spanischen von Nora Haller. Kunstmann, 256 S., 19,95 €
„Santa Rita“ im Süden Mexikos. Vierzig Migranten aus Zentralamerika wurden vergewaltigt, verbrannt, erschossen. In einer Flüchtlingsunterkunft. Negra von der Migrationsbehörde soll betreuen, versorgen, rückführen. Zum Kotzen realistisch:
Rassismus + Verleugnung = Korruption, mental, moralisch, materiell. Nicht nur dort.
7   Carol O’Connell »Kreidemädchen«
– Aus dem Englischen von Judith Schwaab. btb, 541 S., 9,99 EUR
Manhattan. Aus dem finstersten Winkel des Central-Parks taucht ein Elfenkind auf. Blut ist von den Bäumen getropft. Ein Fall für Kathy Mallory, die soziopathische Superpolizistin. Nur irreguläre Außenseiter haben eine Chance gegen die herrschende Blase. O’Connell: eine der besten Kriminalschriftstellerinnen der Welt.
8   Richard Price »Die Unantastbaren«
– Aus dem Englischen von Miriam Mandelkow. S. Fischer, 432 S., 24,99 EUR
New York. Detective Billy Graves, Nachtschicht Manhattan, navigiert zwischen konkurrierenden Fixpunkten: Liebe, Rache, Solidarität, Schuld, the law. Gejagt von einem Stalker, voller Zweifel an und Liebe zu seinen Ex-Kollegen. Fünf Cops und ihre Dämonen: Sittenbild in Nahaufnahme.
9   Jeong Yu-jeong »Sieben Jahre Nacht«
– Aus dem Koreanischen von Kyong-Hae Flügel. Unionsverlag, 524 S., 19,95 EUR
Auf dem Land in Südkorea. Seit sieben Jahren wird Sowon aus Schulen, Arbeitsplätzen, Wohnungen vertrieben. Er ist der Sohn des „Stausee-Monsters“, das eine Staumauer öffnete und hunderte Menschen umbrachte. Wie es so weit kommen konnte, erzählt Jeong meisterhaft und voll Einsicht in seelische Verwirrungen.
10  James Ellroy »Perfidia«
– Aus dem Englischen von Stephen Tree. Ullstein, 956 S., 25,00 EUR
Los Angeles 1941. Am Tag vor Pearl Harbour wird die Farmerfamilie Watanabe rituell aufgeschlitzt. Zwei weiße Cops, ein US-japanischer Forensiker und ihrer aller It-Girl Kay Lake krabbeln spermienhaft durch Kriegs- und Rassenwahn, Immobilienschwindel und Mord. Ziel: Erlösung/Lust. Ellroy back to his roots.

Einverstanden? Was waren für Sie die besten Krimis im letzten Jahr?

Der glatteis-Veranstaltungstipp im Januar 2016:

Im Volkstheater gibt es eine neue Veranstaltungsreihe mit
Friedrich Ani und Max Bronski: Krimi im Foyer
– Lesung, Gespräch und Musik.

am Donnerstag,  14.Januar 2016
stellt dort um 20:00 Uhr
Max Bronski

seinen neuen Roman vor:
»Mad Dog Boogie«

Max Bronski, »Mad Dog Boogie«
– Kunstmann, 14,95 EUR
Ein Mord auf einem Hippiefest in den Siebzigerjahren. Ein Verurteilter, der sich an nichts erinnern kann. Ein Schlag auf den Kopf, der die Erinnerung zurückbringt. Ein Punk mit Tourette, ein Koloss mit dem Gemüt eines Kindes und ein Althippie machen sich auf die Suche nach der Wahrheit…

Weiter geht es dann im Foyer des Volkstheaters mit
Zoe Beck am 25. Februar 2016 und Friedrich Ani am 14. April 2016

Wir hoffen, dass Ihnen auch 2016 der Lesestoff niemals ausgeht. Falls Sie dennoch mal nicht wissen, was Sie als nächstes lesen wollen, kommen Sie zu uns in die Corneliusstrasse – im Gespräch finden wir gemeinsam heraus, welche Bücher Ihnen am besten gefallen werden.

Wir freuen uns stets auf Ihren Besuch.
Ihr glatteis-Team

... und wenn die Zeit mal zu knapp ist, um in die Buchhandlung zu kommen: Sie können jederzeit jedes Buch – das wissen Sie sicher bereits – auch online bei glatteis bestellen. Sie gehen hier bei www.glatteis-krimi.de auf > Buchbestellungen online – und wählen, ob Sie das Buch zugeschickt haben möchten oder im Laden abholen.
Oder Sie bestellen ganz einfach per E-Mail bei info@glatteis-krimi.de