Der aktuelle Rundbrief im November 2018

Liebe Krimifans,

Zum Ende des Jahres gibt es noch zwei Veranstaltungen bei glatteis:

 

Samstag, 8. Dezember, 18:00 Uhr
Seit 2011 gibt es zu Ehren von Friedrich Glauser an seinem Todestag Krimi­lesungen im ganzen Land. Ins Leben gerufen hat diesen Krimitag das Syndikat, die Autorengruppe für deutschsprachige Kriminalliteratur.
In diesem Jahr treffen sich folgende Autoren bei glatteis zu Lesungen und Gesprächen: Michael Böhm, Michael Gerwien, Stefanie Gregg, Roland Krause, Lutz Kreutzer, Iny Lorentz, Manuela Obermaier, Oliver Pötzsch, Leonhard M.Seidl, Anna Schneider.
Der Eintritt ist frei – Spenden gehen an die Bayerische Opferhilfe.
Anmeldung: 201 48 44 oder info@glatteis-krimi.de

Samstag, 15. Dezember, 18:00 Uhr
Friedrich Ani liest exklusiv aus seinem gerade erschienen
neuen Roman »Der Narr und seine Maschine«.
Tabor Süden, der unbegreifliche Typ, der zunächst als Polizeibeamter, dann als Privatdetektiv sich zum vielerfahrenen und vielerleidenden Spezialisten für Vermissungen, vulgo: für Vermisstenfälle entwickelte. Eigentlich wollte er seine Ermittlertätigkeit nie wieder aufgreifen, aber irgendwie…
Dieses Mal fängt ihn seine Chefin von der Detektei Liebergesell am Bahnhof ab, weil ein Autor verschwunden ist. Der ideale Fall für Tabor Süden.
Eintritt: 8 Euro,
Anmeldung unter: 201 48 44 oder info@glatteis-krimi.de


Unsere Krimi-Tipps:

Tom Hillenbrand »Bittere Schokolade«
– KiWi, 11 Euro
Eigentlich wollte der Luxemburger Koch Xavier Kieffer seine Jugendliebe Ketti Faber niemals wiedersehen. Doch als die Patisseurin ihn einlädt, ihre neue Schokoladenmanufaktur in der Nähe von Brüssel zu besichtigen, kann er nicht widerstehen. Kurz darauf wird Ketti brutal ermordet. Hat ihr Tod etwas mit jener mysteriösen Plantage in Westafrika zu tun, von der die Manufaktur ihren besonderen, fair angebauten Kakao bezog? Und was hat es mit dem Luxemburger Botschafter der Republik Kongo auf sich, der in etwa zur selben Zeit verstarb wie Ketti Faber? Kieffer beginnt zu ermitteln und kommt einem Verbrechen von ungeheuren Ausmaßen auf die Spur.
Die Fans werden sich freuen, dass Kieffer wieder da ist.

Max Bronski »Der Schneekönig«
– Droemer/Knaur, 14,99 Euro
Fall Nr. 6 um Trödelhändler Gossec aus dem Münchner Schlachthofviertel.
Wieder einmal gerät Wilhelm Gossec auf Abwege, diesmal auf biblische: Statt seine Waren auf dem Münchner Christkindlmarkt feilbieten zu können, muss er in einer kalten Dezembernacht in seinem Trödelladen einer jungen unbekannten Frau namens Mariella helfen, ihr Kind zur Welt zu bringen. Kurz darauf werden in der nahe gelegenen Maiklinik Neugeborene getötet, und jemand hat es offenbar auch auf Mariellas Baby abgesehen.
Gossec beginnt, Nachforschungen anzustellen . Doch dann verschwinden Mariella und ihr Kind spurlos. Der notorische Zweifler Gossec fühlt sich einmal mehr im Stich gelassen. Wo bleibt denn nun die himmlische Gerechtigkeit?

Susanne Saygin »Feinde«
– Heyne, 12,99 Euro
Für den türkischstämmigen Polizisten Can und das Ermittlungs-Team um seine Vorgesetzte Simone fängt alles mit einem Doppelmord im Roma-Milieu in einer deutschen Großstadt an. Doch dieses Verbrechen zieht schnell weite Kreise: Korruption, Menschenhandel und das Schicksal derjenigen, die von der Gesellschaft nichts mehr zu erwarten haben, sind der Schmelztiegel, in dem sich dieser fesselnde, emotionale und realistische Roman um das Leben und Überleben in unserer heutigen Zeit entfaltet. Der Polizist Can tut alles, um die Wahrheit zu finden und gleichzeitig seine Menschlichkeit nicht zu vergessen.

Gudrun Lerchbaum »Wo Rauch ist« – ariadne Krimis, 13 Euro
Can Toprak, investigativer Journalist, Frauenheld und Energiebündel, schien unbesiegbar – auf einmal ist er tot. Olga Schattenberg trauert. Zwar waren Can und sie längst nicht mehr das streitlustige Paar, das gemeinsam dem Establishment trotzte. Denn Olga hat MS, sitzt im Rollstuhl, ringt mit ihrem zunehmend unkooperativen Körper. Can ist häufig angeeckt, sein Tod muss jemandem genützt haben. Sie rafft sich auf, gewinnt Verbündete. Und so begeben sich, während im politisch kriselnden Wien schon gezündelt wird, ein harmoniesüchtiger Grabredner, eine psychisch instabile Straftäterin und eine gelähmte Revoluzzerin auf eine unbequeme Wahrheitssuche.
Aus den Perspektiven dieses ungewöhnlichen Trios infernal knüpft Gudrun Lerchbaum ihren hochdynamischen Kriminalroman. Provokant, geschmeidig und humorvoll.

Dinah Marte Golch »Die fehlende Stunde«
– KiWi, 10,00 Euro
An einem heißen Julitag mitten in den Sommerferien verschwinden zwei Kinder beim Spielen im Wald. Kurz darauf stirbt ein Mann in den Flammen seines verwahrlosten Hundehofs. Im Keller: Spuren der Vermissten. Der sonst so forsche Potsdamer Hauptkommissar Sigi Kamm steht vor einem Rätsel: Warum schweigen die beiden Mütter der verschwundenen Kinder? Er zieht die Psychologin Alicia Behrens zu Rate, die für ihre unkonventionellen Behandlungsmethoden bekannt ist.
Marte Golch spielt in diesem klug komponierten Fall gekonnt mit den Erwartungen der Leser – ein psychologischer Krimi der Extraklasse! Wie auch schon ihr erster Roman mit Kamm und Behrens »Wo die Angst ist«

Und natürlich wollen wir nicht verzichten auf zwei bereits sehnsüchtig erwartete neue Romane hinzuweisen:
Elizabeth George »Wer Strafe verdient«
– Goldmann, 26,00 Euro
Muss man zu DI Thomas Linley und Sergeant Barbara Havers noch etwas sagen? Einfach sich auf die Wiederbegegnung freuen uns lesen…
Das Gleiche gilt für
Fred Vargas »Der Zorn der Einsiedlerin«
– Limes, 23,00 Euro
»Vargas schreibt die schönsten und spannendsten Krimis in Europa.« Tobias Gohlis, DIE ZEIT – das finden wir auch.

Tja, da sehe ich gerade, dass dieses Mal die Frauen in unseren Tipps dominieren. Auch mal schön.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch,
Ihr
glatteis-Team

… und wenn die Zeit mal zu knapp ist, um in die Buchhandlung zu kommen: Sie können jederzeit jedes Buch – das wissen Sie sicher bereits – auch online bei glatteis bestellen. Sie gehen auf www.glatteis-krimi.de, klicken auf den online-Shop und wählen dann, ob Sie das Buch zugeschickt haben möchten oder im Laden abholen.
Oder Sie bestellen ganz einfach per E-Mail bei info@glatteis-krimi.de

Der aktuelle Rundbrief im März/April 2018

Liebe Krimifans,

Der Frühling naht und mit ihm spannende Krimis, damit die Fastenzeit nicht zu karg und die Osterferien nicht langweilig werden…
Dies haben wir schon mal für Sie vorab gelesen haben:

Die glatteis-Lesetipps

Wolfgang Schorlau »Der große Plan« – KiWi, 14,99 Euro
Endlich hat Dengler einen richtig dicken Auftrag, und zwar kommt er vom Auswärtigen Amt. Er soll herausfinden, wer die EU-Beamtin  Anna Hartmann entführt hat. Sie war als Beamtin an die Troika ausgeliehen worden, die Griechenland die Bedingungen der Eurogruppe diktiert hat. Bei seinen Recherchen stößt Dengler auf das große Geheimnis der sogenannten Griechenlandrettung. Wo sind die Milliarden der europäischen Steuergelder wirklich gelandet?
Und wieder hat  der Autor ein brisantes Thema für seinen neuen Krimi gewählt: Die Spur des großen Geldes. Dengler deckt die Machenschaften der „Euro-Retter“ auf.

Ferdinand von Schirach »Strafe« – Luchterhand, 18,00 Euro
Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?
Ferdinand von Schirach beschreibt in dem Buch »Strafe« zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden „Verbrechen“ und »Schuld« zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von „gut“ und „böse“ oft sind.
Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.

Roberto Saviano »Der Clan der Kinder« – Hanser, 24,00 Euro
Roberto Saviano »Der Clan der Kinder« – Hanser, 24,00 Euro
Zehn Jungen rasen auf ihren Motorrollern durch die Stadt. Sie heißen Maraja, Dentino, Lollipop, Drone, sie tragen Markenschuhe und den Namen der Freundin auf die Schulter tätowiert – und sie wollen alles haben. In Neapel ist das nur eine Frage der richtigen Camorra-Bande. Der Weg vom Pusher zum Killer ist kurz. Auf den Dächern der Stadt üben die 15-jährigen mit Sturmgewehren, zielen auf Mülltonnen und Fensterscheiben. Bald gilt ein Menschenleben weniger als ein gebrochenes Wort. Sie fühlen sich unsterblich, bis der Glanz ihres rasanten Lebens sie schließlich selbst blendet. Roberto Savianos erster großer Roman erzählt von einer Jugend ohne Gott: schnell, brutal und ohne Pardon.

Hideo Yokoyama »64« – Atrium, 28 Euro
Im Januar 1989 wird in Tokio ein siebenjähriges Mädchen entführt. Fünf lange Tage versuchen die verzweifelten Eltern alles, um die Forderungen des Entführers zu erfüllen. Doch alle Bemühungen sind vergebens. Der Entführer entkommt unerkannt mit dem Lösegeld, kurz darauf wird die Leiche des Mädchens gefunden. Die Ermittlungen der Polizei laufen ins Leere. Der Fall geht unter dem Aktenzeichen 64 als ungelöstes Drama in die Kriminalgeschichte Japans ein. Vierzehn Jahre später verschwindet die Tochter von Yoshinobu Mikami, dem Pressesprecher eines kleinen Polizeireviers. Mikami, selbst Gefangener eines übermächtigen Verwaltungsapparats, stößt kurz darauf auf ein geheimes Memo zu Fall 64. Getrieben von einer dunklen Ahnung beginnt er, auf eigene Faust zu ermitteln – und öffnet eine Tür, die besser für immer verschlossen geblieben wäre.
Die Zeitung THE INDEPENDENT schreibt darüber: „Ein überwältigendes Werk, das eindrücklich unter Beweis stellt, dass auch ein Kriminalworman große Literatur sein kann.“
David Peace ist der Meinung: „Einer der besten Kriminalromane überhaupt.“

Und gleich noch ein interessanter Krimi aus Japan:
Fuminori Nakamura »Die Maske« – Diogenes, 24,00 Euro
Die mächtige japanische Kuki-Familie folgt einer menschenverachtenden Tradition: der jeweils jüngste Sohn wird dazu erzogen, das Böse über die Menschheit zu bringen. Und so erhält Fumihiro eine Ausbildung, deren Ziel Zerstörung und Unglück ist, so viel ein einzelner Mensch nur vermag. Doch er hat andere Pläne: Fumihiro liebt das Waisenmädchen Kaori und will sie beschützen – und damit wird sein eigener Vater zu seinem schlimmsten Feind.
Wie schon Nakamuras erster Roman »Der Dieb« – ein literarischer Kriminalroman mit verstörenden Protagonisten.

Dror Mishani »Die schwere Hand« – Zsolnay, 22,00 Euro
Avi Avraham, der „melancholische Sturkopf“, ist soeben zum Leiter des Ermittlungsdezernats von Cholon-Ayalon, Israel, ernannt worden. Beim nächsten Einsatz erkennt er die Leiche sofort: Lea Jäger. Sie war vor ein paar Jahren vergewaltigt worden, der Täter sitzt im Gefängnis. Jetzt fällt der Verdacht auf einen Mann in Polizeiuniform. Trotz heftiger Widerstände in den eigenen Reihen sucht Avi weitere Frauen, die nach einer Vergewaltigung erneut von einem Polizeibeamten vernommen wurden. Dabei stößt er auf eine junge Bankangestellte, die einige Jahre zuvor von einem Unbekannten brutal misshandelt wurde. Als er sie und ihren Mann aufs Revier bittet, kommt es zur Tragödie.
DIE WELT schreibt darüber „Große Spannungsliteratur und große Seelenkunde.“

Declan Burke  »Eight Ball Boogie« – Nautilus, 18,00 Euro
Privatdetektiv und Gelegenheitsjournalist Harry Rigby ist ein Freund von Zigaretten, vom leichten Leben und von Robert Ryan als Bösewicht in alten Schwarz-Weiß-Filmen. So weit, so gut! Doch als die Frau eines bekannten Politikers in ihrem besten Negligé ermordet wird, findet sich Rigby im Kreuzfeuer zwischen fiesen Paras, gehörnten Ehemännern und Interpol-Ermittlern und mitten im schwersten Koks-Blizzard, der den Nordwesten Irlands je getroffen hat. Als wäre das noch nicht genug, ist die Beziehung zu seiner Freundin Denise so eisig, dass er damit seine allzu häufig genossenen Drinks kühlen könnte – und obendrein ist sein psychotischer Bruder Gonzo zurückgekehrt, gewissenlos, kaltblütig und rachsüchtig wie ein verletzter Hai.
Burkes rasiermesserscharfe, tempo- und pointenreiche Story ist ein wahnwitziges Krimivergnügen – angelehnt an Vorbilder des American Hardboiled wie Raymond Chandler und Elmore Leonard, aber unverwechselbar verortet im grauen, kalten Post-Boom-Irland.

Susanne Jansson »Opfermoor« – Bertelsmann, 15,00 Euro
Ein abgelegenes Moor inmitten der Wälder und Seen Schwedens: Hier entnimmt die junge Biologin Nathalie Proben für ein Forschungsprojekt – und findet kurze Zeit später einen Mann, der brutal zusammengeschlagen im Sumpf liegt. Direkt daneben eine von Hand ausgehobene, etwa zwei Meter lange Grube. Ein vorbereitetes Grab? Ein Hinweis auf die Menschenopfer, die in der Eisenzeit hier erbracht wurden? Zusammen mit der Polizeifotografin Maya versucht Nathalie, die Geschehnisse aufzuklären. Dabei stoßen die beiden Frauen auf weitere Leichen im Moor und finden heraus, wie unheilvoll die Bewohner des Ortes in die Vorfälle verstrickt sind …
»Opfermoor« ist ein suggestiver Spannungsroman der Extraklasse. Das zwischen Faszination und Unheil schillernde Moor wird dabei selbst zu einer Hauptfigur. Seiner Präsenz und Sogwirkung kann sich der Leser nur schwer entziehen.

Jetzt noch ein paar Taschenbuch-Tipps:

Für seine Fans ist jetzt Stachelmann zurück:
Christian von Ditfurth »Böse Schatten« – Penguin, 10,00 EuroStachelmann, der Uni-Professor und Privatschnüffler ist wieder voll in seinem Element.Jan Philipp-Sendker »Am anderen Ende Nacht« – Heyne, 9,99 Euro
Eine atemlose Flucht durch China, grandios erzählt.
Marcie Rendon »Am roten Fluss« – ariadne Krimis, 13,00 Euro
Cash (sie hat sich den Namen gegeben, weil sie nur gegen Cash arbeitet) ist eine junge indianische Landarbeiterin, die wissen möchte, wer einen ihrer indianischen Kollegen ermordet hat. Cash ist eine coole, wortkarge und kluge Protagonistin, von der man gern noch mehr lesen möchte.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Frühlingsanfang und angenehme unterhaltsame Osterfeiertage. Wir freuen uns stets auf Ihren Besuch in der Buchhandlung und beraten Sie gerne.
Ihr glatteis-Team

… wenn die Zeit mal zu knapp ist, um in die Buchhandlung zu kommen: Sie können jederzeit jedes Buch auch online bestellen: auf dieser Website bei www.glatteis-krimi.de klicken Sie einfach auf den roten Button und wählen, ob Sie das Buch zugeschickt haben möchten oder im Laden abholen.
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